Eine Ausstellung der Stubengesellschaft Engen
Inspiriert von Apnoetaucherfahrungen dreht Barbara Ehrmann experimentelle Kurzfilme unter Wasser im Bodensee, Mittelmeer und Roten Meer in Co-Produktion mit ihrem Partner Alexander Nelles. Tauchperformances mit Objekten und digitale Überlagerungen mit Skizzen transformieren die Unterwasserfilme in eine hybride, traumwandlerische Welt. Tranceartige Bilder vermitteln Schwebezustände im unendlichen Wasserraum.
Transparenz und Leichtigkeit prägen ihr grafisch-malerisches Werk. Auf großen asiatischen Papierbahnen entfalten sich energetische Felder aus dynamischen Linien, strömenden Punktstrukturen, getuschten türkisblauen Wolken und imaginären Wasserhorizonten. Schattenrissartige Figuren, Bojen, Kapseln, pflanzenartige Gebilde gleiten ins Bild, driften, alles ist im Fluss. Es ist ein stetes Ausloten fragiler Balancen zwischen Mensch und abstrakter Form - ein Kräftespiel „in der Schwebe“. Aufgetragene transparente Wachsschichten erzeugen transluzide Raumschichtungen, umhüllen und tauchen das Dargestellte in einen diffusen, geheimnisvollen Zwischenzustand.
VITA
Barbara Ehrmann wurde 1962 geboren. Nach einem Studium der Malerei und des intermedialen Gestaltens an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (1982-1988) folgten ab 1987 zahlreiche nationale und internationale Ausstellungen. Die künstlerische Arbeit wurde vielfach gewürdigt, unter anderem durch ein Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg (1992) sowie einem Aufenthalt in der Cité Interanationale des Arts in Paris (1996). Zuletzt erhielt sie den Kulturpreis der Städte Ravensburg und Weingarten, sie war 2022 als Artist in Residence in Ayvalik tätig. Barbara Ehrmann ist Mitglied im Künstlerbund Baden-Württemberg.