Jonas Löllmann – a wave of being

12.12.2026 – 21.02.2027

Jonas Löllmanns Werk, das sich aus abstrakten Kompositionen und Naturbildern zusammensetzt, konzentriert sich auf das Erleben eines Augenblicks und darauf, wie sich in der visuellen Wahrnehmung ein Potenzial für Emotionen und Transzendenz finden lässt. 


Löllmann reist oft an verschiedene Küstenorte, arbeitet in und um diese Gebiete herum und sucht nach Orten, an denen er sich mit dem Element Wasser auseinandersetzen kann, wobei er das Meer und seine Umgebung als wiederkehrendes Motiv nutzt. Diese Motive werden als Kombinationen aus feststehenden Betrachtungen und abstrakten Eintauchen präsentiert und ziehen den Betrachter in eine sich wandelnde Umgebung aus satten, auratischen Farbtönen hinein, in der Motive zu Formen werden, die ein Erlebnis ermöglichen. 


Dabei erweitert er das rein Visuelle: Neben fotografischen Arbeiten ergänzen Soundscapes und Videoinstallationen die Ausstellung. Sie schaffen einen multidimensionalen Raum, der die Rhythmen der Natur physisch erfahrbar macht. 


Löllmann gibt aktiv seine eigene Vorstellung davon auf, wie die Dinge sein sollten, und öffnet sich für Möglichkeiten, wodurch eine Interaktion zwischen fotografischem Material, zeitbasierten Medien und der physischen Welt entsteht, um eine Begegnung einzufangen. Er interessiert sich für die verborgenen Schwingungen und Energien, die um uns herum existieren, und nutzt analoge Techniken als Teil eines bewussten Prozesses, um den Dialog zwischen innerer und äußerer Wahrnehmung weiter zu erforschen.



VITA 

Jonas Löllmann wurde 1981 in Lörrach (Deutschland) geboren und wuchs als ältester von fünf Geschwistern auf dem Land in Süddeutschland auf. 


Schon in jungen Jahren entdeckte er eine starke Faszination dafür, Schönheit und Bedeutung in alltäglichen Momenten wahrzunehmen und zu genießen und Wege zu finden, dies irgendwie mit seiner Umgebung und den Menschen um ihn herum zu teilen. Die Fotografie wurde für ihn zu einem wichtigen Mittel, diese Wahrnehmung festzuhalten, zu teilen und visuell zu erleben. 


Nach dem Schulabschluss ging er für sechs Monate nach Costa Rica. Auf sich allein gestellt zu sein und sich seinen Traum vom Leben am Meer zu erfüllen, öffnete ihm eine Tür, die ihm sein tiefes Verlangen zeigte, zu reisen, zu entdecken und sich mit der Welt jenseits dessen, was er bereits kannte, zu verbinden. So zog er 2004 in die Niederlande, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Valentin sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Maastricht begann. Vier Jahre später schloss er sein Studium erfolgreich mit dem Bachelor of Fine Arts ab und zog für längere Zeit nach Berlin, New York und Rio de Janeiro, um das Leben in größeren Städten zu erkunden und zu erleben. 


2011 kehrte er nach Maastricht zurück, wo er sich ein Zuhause und ein Atelier einrichtete, um eine Art Rückzugsort zu schaffen, an dem er das, was er auf seinen Reisen sammelt, verarbeiten und sich darauf konzentrieren kann.


Neben seiner Fotografie startete er mehrere Musikprojekte. Soundscapes werden ebenfalls Teil der Ausstellung sein.