Viola Bittl, form follows form

29.06. – 25.08.2024

So kann ein abstraktes Bild spürbar eine Landschaft in sich tragen, die allein durch breite Pinselstriche und changierende, aufgeraute Farbhorizonte hervorgerufen wird. Durch die Dynamik der Pinselstriche geraten die Formen in eine stimulierende, wenn nicht tänzerische Balance, die von Auflichtungen und Abschattierungen, von Brechungen und weichen Rundungen durchwirkt wird. Man könnte sagen: Viola Bittls Malerei bewegt sich nicht nur in einer Zone zwischen dem Sichtbaren und dem Unsichtbaren – recht eigentlich markiert sie den Raum zwischen einer vom Gegenstand abgezogenen Abstraktion und einer Gegenstandslosigkeit, die ideale Formen im Lichte einer sensitiven Vergegenwärtigung erfahrbar werden lässt. Die Vielgestaltigkeit ihrer Formen im Zusammenspiel mit Strukturen und Farben zeugt von ihrer Experimentierfreude, mit der sie die vielschichtige Dimensionalität der abstrakten Malerei auslotet.


Viola Bittl studierte an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Sean Scully und schloss an der Frankfurter Städel­schule als Meisterschülerin von Prof. Christa Näher ihr Studium ab. Während des Stipendienaufenthalts wurden ihre Arbeiten in mehreren Gruppenausstellungen gezeigt, so auch im Goethe-Institut Paris und in der Walter Storms Galerie in München

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