Das Museum

Das Engener Museum ist nicht nur ein Geheimtipp für Fans der zeitgenössischen Kunst und ihrer aktuellen Positionen. Die regelmäßig veranstalteten Sonderausstellungen zur Klassischen Moderne nach 1900 sind Besuchermagnete. In den charismatischen Räumen des ehemaligen Dominikanerinnen – Klosters St. Wolfgang werden in einer Dauerausstellung archäologische Fundstücke der Umgebung, das Leben der Jäger & Sammler von vor 15.000 Jahren und die berühmte "Venus von Engen" gezeigt. Die Dokumentation der Stadtgeschichte rundet das Spektrum ab, das von den Ursprüngen bis zur Gegenwart reicht.

Veranstaltungen

Führungen spielen nicht nur bei der Vermittlung aktueller künstlerischen Positionen eine zentrale Rolle - auch die längst etablierte Kunst der "Klassischen Moderne" regt zu neuen Seherfahrungen und Bildungserlebnissen an. Um die individuelle Kreativität zu fördern, bietet das Museum museumspädagogische Workshops an. In den stimmungsvollen historischen Museumsräumen finden darüber hinaus Konzerte, Lesungen und Empfänge statt.
Museum Engen, Führung durch eine Sonderausstellung Vom Leuchten der Farben, 2009, Foto Gruppe Drei.jpg

Geschichte

Das ehemalige Kloster St. Wolfgang ist um 1300 als Niederlassung von Beginen entstanden. Diese Frauengemeinschaft lebte nach Ordensregeln, aber ohne Gelübde zusammen. Durch Zukäufe ist der Gebäudekomplex im Laufe der Jahrhunderte gewachsen. 1725 schloss sich die Gemeinschaft dem Dominikanerinnenorden an. Der Name St. Wolfgang stammt von einem Altar, den Graf Wolfram von Nellenburg um 1335 im Kloster aufstellen ließ. Die Klosterkirche wurde 1629 gebaut. Nach der Säkularisierung 1802 durften die Nonnen des aufgehobenen Klosters weiterhin darin wohnen. Ab 1841 wurden Teile des Gebäudes als Schule genutzt, darüber lagen die Räume des Badischen Bezirksamtes. 1841 wurde die Kirche in kleine Zellen aufgeteilt und diente als Gefängnis. 1988 wurde das Städtische Museum Engen + Galerie (ehedem Hegau-Heimatmuseum) in den Räumen des Klosters neu eröffnet.